Das Blechblasinstrument Trompete

Die Trompete, ein hohes Blechblasinstrument, wird mittels Kesselmundstück angeblasen. Die Mensur der Trompete ist ziemlich eng, der Schalltrichter dementsprechend weit ausladend. Die Rohrlänge beträgt bei der am häufigsten vorkommenden B-Trompete etwa 134 cm.

Bau und Funktion der Trompete

Bei den Trompeten wird zwischen Naturtrompeten wie die Barocktrompete, den Klappen- und Ventiltrompeten unterschieden. Ohne Zusatz ist die Ventiltrompete mit Dreh- oder Pumpventilen gemeint. Die Trompete wird mit linker Hand festgehalten und die Ventildrücker mit den 3 mittleren Fingern rechter Hand betätigt. Bei Pumpventilen werden die Ventilgehäuse etwa senkrecht und bei Drehventilen etwa waagerecht gehalten. Die praktikable Entwicklung beider Trompeten-Varianten erfolgte Ende des 19. Jahrhunderts. In deutschsprachigen Ländern werden in der Kunstmusik meist Trompeten mit Drehventilen gespielt, in der Unterhaltungsmusik führt die Pumpventil-Trompete.

Périnet-Trompeten sind im Gegensatz zu Drehventiltrompeten mechanisch weniger aufwendig, erfordern jedoch eine häufigere Ventilpflege. Beim Binden zweier Töne ist für die Nebengeräusche die Ventile-Position entscheidend. Bei Périnet-Trompeten (Ventil-Position Hälfte des Gesamtrohres) ermöglicht das nur teilweise Drücken des Ventils verschiedene Effekte. Die Drehventil-Trompete (Ventile im 2. Zehntel des Gesamtrohres) ist in der täglichen Anwendung pflegeleichter.

Je nach verwendeter Bauweise ist der Anblaswiderstand unterschiedlich hoch: Bei Périnet-Ventilen aufgrund des langen Mundrohres ein geringer Luftwiderstand, bei Drehventilen aufgrund des kurzen Mundrohres und der kleineren Bohrungen ein deutlich höherer. Die unterschiedlichen Bauweisen ermöglichen, dass bei den Jazz-Trompeten oft Mundstücke mit kleineren Bohrungen sowie flacheren Kesseln benutzt werden, was einen helleren, knackigeren Ton ergibt. Der so genannte “Heckel-Klang” bei Drehventil-Trompeten entsteht insbesondere durch die trichterförmigeren Mundstücke.

Den größten Klangeinfluss hat in erster Linie der Mensurverlauf, zweitrangig die Materialdicke und -härte. Dünnes Schallstück-Blech benötigt eine höhere Härte sowie einen zur Stabilisierung aufgesetzten breiten Kranz, welcher mit etwa 35 mm Breite nach “Heckel-Kranz”, der Dresdner Trompetenwerkstatt, benannt ist. Die industriell gefertigten Schallstücke sind mit einer Dicke von 0,8 mm relativ schwer und erfordern daher keine so hohe Härte, lediglich zur Stabilisierung einen umgebördelten französischen Rand.

Grundmaterialien beim Trompetenbau:

* Messing für das goldfarbene Aussehen
* Goldmessing: Messing mit etwa 85-90 Prozent Kupfer für etwas rötlicheres Aussehen
* Neusilber: Messing mit etwa 10-15 Prozent Nickel für silbernes Aussehen
* Bronze: Für die Wechselkörper der Drehventile bei besseren Instrumenten
* Beschichtungen: Klar-, Gold- und Farblack, Silber, Gold und Nickel

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